Profile-Package ist eine bezahlte Dienstleistung: Du verwandelst ein chaotisches Social-Media-Profil in einen klaren, überzeugenden ersten Eindruck. Neue Besucher verstehen sofort, wem die Expertin oder der Experte hilft, was als Nächstes zu tun ist und warum Vertrauen gerechtfertigt ist. Im Jahr 2026 ist diese Arbeit besonders gefragt, weil Aufmerksamkeit knapp ist, Profile in Sekunden gescannt werden und das Profil selbst auf Instagram, TikTok und LinkedIn wie eine kleine Landingpage funktioniert. Das Gute: Du kannst das komplett remote liefern – mit Recherche, Copywriting, einfacher Gestaltung und einem sauberen Handover.
Die meisten Kund:innen kaufen nicht „eine schönere Bio“. Sie kaufen Klarheit und weniger verlorene Anfragen. Deine Aufgabe ist es, Positionierung (für wen), Angebot (was genau), Proof (warum vertrauen) und den Weg (was klicken oder schreiben) so zu strukturieren, dass es sofort Sinn ergibt. Praktisch bedeutet das: eine neu geschriebene Bio, eine geschärfte Angebotsformulierung, eine Link-Logik, ein Plan für angepinnte Inhalte, eine Stories-Sequenz und eine Highlights-Struktur, die typische Fragen beantwortet, bevor jemand einen Call bucht.
2026 können Instagram-Accounts mehrere externe Links direkt im Profil hinzufügen. Dadurch lässt sich eine klare Link-Reihenfolge bauen, ohne zwingend externe Link-Hubs zu brauchen. Wichtig ist nicht „mehr Links“, sondern die Logik dahinter: ein Link für Buchung, ein Link für Freebie/Lead Magnet, ein Link zu Proof (Cases/Referenzen), ein Link zur Kernleistung und ein „Start hier“-Einstieg. Dein Deliverable ist die Struktur – und die Begründung, warum genau diese Reihenfolge Sinn ergibt.
Bei TikTok ist ein klickbares Website-Feld nicht in jedem Fall verfügbar. Deshalb gehört zur Arbeit ein realistischer Plan B: entweder die Voraussetzungen im Account (Typ/Features) prüfen oder den Traffic über ein angepinntes Video, klare CTAs in Kommentaren und eine leicht merkbare Kurz-URL führen. Bevor du „klickbarer Link“ versprichst, klärst du, was im jeweiligen Konto tatsächlich aktivierbar ist.
Damit du das als wiederholbaren Service verkaufen kannst, baue dir ein Kit mit festen Bausteinen: (1) ein One-Pager für Positionierung, (2) eine Bio-Formel-Sammlung (für Coaches, Berater:innen, Creators, lokale Expert:innen), (3) ein Template für eine Angebotsleiter (gratis → Einstieg → Kernangebot → Premium), (4) ein Stories-Skript für eine 7–10-Frame „Start hier“-Sequenz und (5) eine Highlights-Taxonomie (4–8 Highlights mit klaren Labels und Inhalt).
Mach Deliverables messbar. Statt „mach es hochwertig“ definierst du Kriterien: „Eine neue Person kann in 10 Sekunden sagen, wem geholfen wird, welches Ergebnis möglich ist und was der nächste Schritt ist.“ Wenn du Design lieferst, halte es so, dass die Kund:innen es selbst pflegen können: Highlight-Cover, konsistentes Labeling und 3–5 wiederverwendbare Story-Slide-Templates (Problem, Proof, Angebot, FAQ, CTA).
Zum Abschluss gehört ein Handover-Paket dazu. Darin stehen: finaler Bio-Text, Link-Reihenfolge, Plan für angepinnte Inhalte, Stories-Skripte, Highlights-Map und eine 30-Tage-Checkliste zur Pflege. Die Kund:innen sollen nach Übergabe nicht raten müssen, was als Nächstes zu tun ist.
Starte mit einem Audit, das über Optik hinausgeht. Prüfe: Name/Suchbarkeit, Bio-Klarheit, Angebotsklarheit, Vertrauenssignale, Reibungspunkte und ob der CTA zum echten Geschäftsmodell passt. Das Ergebnis muss konkret sein, zum Beispiel: „Die Bio spricht über dich, nicht über den Kundennutzen“, „Der CTA führt auf eine generische Startseite“, „Highlights sind Content-getrieben statt entscheidungsgetrieben.“ Genau diese Präzision trennt professionelles Packaging von allgemeinen „Profil-Tipps“.
Danach kommt die Messaging-Architektur. Du schreibst nicht einfach schöne Zeilen – du baust eine Route: erste Zeile = Zielgruppe, zweite Zeile = Ergebnis, dritte Zeile = Methode/Differenzierung, vierte Zeile = Proof-Signal, letzte Zeile = CTA. Auf Instagram unterstützt du das über Link-Reihenfolge und angepinnte Posts, damit Proof und „Start hier“-Inhalte oben sichtbar bleiben.
Bei LinkedIn geht es meist darum, die Story zu schärfen und das Profil scanbar zu machen: Headline am Angebot ausrichten, die „Info“-Sektion klar strukturieren und Featured-Elemente als Proof platzieren. Wenn die Person regelmäßig postet, planst du zusätzlich, welche Inhalte als Featured oder angepinnt sichtbar bleiben, damit der erste Eindruck konsistent ist.
Bevor du schreibst, fixierst du Inputs. Nutze ein kurzes Briefing, das Entscheidungen erzwingt: Nische, Zielkund:in, Kernproblem, Signature-Result, „nicht für“-Liste, drei Proof-Punkte (Zahlen, Testimonials, Credentials) und ein einziger Haupt-CTA. Wenn das nicht beantwortet werden kann, ist dein erster Schritt ein kurzes Positionierungs-Interview oder ein „Decision Sheet“, das du aus vorhandenem Material ableitest.
Arbeite mit einer klaren Zwei-Runden-Revision. Runde 1: Faktenkorrektur und Tonalität. Runde 2: kleinere Formulierungen und Reihenfolge. Wenn das Angebot mitten im Projekt geändert wird, ist das ein Scope-Change. Das sollte von Anfang an schriftlich festgehalten werden – so bleibt der Prozess professionell und kalkulierbar.
Zum Schluss testest du. Lass dir drei Screenshots schicken: Profilansicht, Link-Ansicht und Highlights-Reihe. Dann machst du einen „Cold Read“ mit einer unbeteiligten Person: Kann sie nach 15 Sekunden erklären, was das Angebot ist und was der nächste Schritt wäre? Damit wird Feedback objektiver (bestanden/nicht bestanden), statt in Geschmack abzurutschen.

Preisgestaltung funktioniert am besten über Pakete statt Stunden. Ein Starter-Paket kann Bio + Angebotsstatement + Link-Logik + eine Stories-Sequenz + eine Basis-Highlights-Map enthalten. Ein Standard-Paket ergänzt Highlight-Cover, einen Plan für angepinnte Inhalte und Copy für zwei angepinnte Captions. Ein Premium-Paket kann einen kompletten Refresh der Top-Inhalte plus Onboarding-Nachrichten und einen Lead-Capture-Flow umfassen.
Bleib realistisch bei Aussagen. Ein sauberes Profil kann die Qualität von Anfragen verbessern und Verwirrung reduzieren, aber du kannst keine Sales garantieren. Seriös ist, wenn du über Ergebnisse sprichst, die du beeinflussen kannst: weniger „Was machst du genau?“-Nachrichten, qualifiziertere Leads, mehr Klicks auf den Buchungslink und eine klarere Conversion-Route. Du kontrollierst das Packaging, nicht die Posting-Konsistenz oder die Delivery des Angebots.
Kundengewinnung wird am einfachsten, wenn du Vorher/Nachher-Analysen zeigst (mit Erlaubnis) und deine Entscheidungen erklärst. Poste kurze Audits wie: „Drei Gründe, warum diese Bio Leads verliert – und wie ich sie schreiben würde.“ Das zieht passende Kund:innen an, weil es Urteilskraft zeigt, nicht Hype. Für schnellere Empfehlungen eignen sich Partner:innen, die ohnehin mit Expert:innen arbeiten: Brand-Fotograf:innen, VAs, Webdesigner:innen und Ads-Manager.
Diese Leistung berührt Reputation – Glaubwürdigkeit ist dein Kern-Asset. Erfinde keine Credentials, übertreibe keine Zahlen und schreibe keinen irreführenden Proof. Wenn Proof fehlt, kannst du „Process Proof“ strukturieren: wie gearbeitet wird, was Kund:innen erwarten dürfen und welche Standards eingehalten werden. Parallel planst du, wie Testimonials respektvoll und rechtssicher gesammelt werden.
Dokumentiere, was du geändert hast und warum. Führe im Handover ein Change Log: alte Bio → neue Bio, alter CTA → neuer CTA, alte Highlights-Struktur → neue Struktur. Das schützt dich bei Diskussionen („Es hat sich nichts geändert“) und hilft den Kund:innen, dein System nicht versehentlich wieder zu zerstören.
Richte alles an Nutzen, Klarheit und überprüfbaren Signalen aus. Wenn eine Aussage nicht belegbar ist, wird sie nicht verwendet. Das hält deine Arbeit langfristig stabil – und macht sie verteidigbar, wenn Kund:innen fragen: „Warum genau diese Formulierung?“